Uhren richtig pflegen und lagern – und wann sich das Verkaufen lohnt

Uhren richtig pflegen und lagern – und wann sich das Verkaufen lohnt

Mechanische und automatische Uhren sind Präzisionsgeräte. Ihre Lebensdauer hängt stark davon ab, wo und wie sie gelagert, getragen und gewartet werden. Wer diese einfachen Regeln beachtet, hält den Wert seiner Uhr viele Jahrzehnte hoch. Es gibt Momente, wo sich ein Verkauf mehr als ein bloßes Aufbewahren lohnt, etwa wenn es sich um Erbstücke handelt, die niemand trägt, oder wenn die Sammlung zu groß geworden ist.

Richtig lagern heißt Wert schützen

Uhren reagieren empfindlich auf Temperaturschwankungen, auf große Luftfeuchtigkeit und auf direkte Sonneneinstrahlung. Also am besten dort aufbewahren, wo ein stets gleichbleibendes Raumklima herrscht, das zwischen 18 und 22 Grad Celsius liegt. Eine Luftfeuchtigkeit über 60 Prozent begünstigt die Korrosion an Gehäuse und Uhrwerk. Silikagel-Beutel in der

Aufbewahrungsbox sind hier ein billiger, aber wirksamer Schutz.
Automatikuhren, die regelmäßig getragen werden, brauchen keine Uhrenbeweger. Wird eine Uhr jedoch längere Zeit nicht getragen, kann ein Uhrenbeweger mit der richtigen Umdrehungszahl (650 bis 950 Umdrehungen pro Tag, abhängig vom Kaliber) das Uhrwerk am Laufen halten. Wer seine Uhren-Sammlung verkleinern möchte oder eine geerbte Uhr nicht mehr selbst trägt, kann sich durch einen speziellen Uhren Ankauf in München oder anderen Städten informieren, um den realistischen Marktwert einschätzen zu lassen.

Pflege im Alltag: Reinigung und Wartung

Schweiß, Hautfett und Staub setzen sich im Laufe der Zeit im Armband und am Gehäuse fest. Metallarmbänder lassen sich mit lauwarmem Seifenwasser und einer weichen Zahnbürste reinigen, wenn die Uhr wasserdicht ist. Lederarmbänder sollten möglichst trocken bleiben und nur mit einem leicht angefeuchteten Tuch abgerieben werden. Feuchtigkeit macht sie spröde. Ein Uhrmacher-Service für mechanische Uhren wird alle vier bis fünf Jahre empfohlen. Dabei werden Schmierstoffe erneuert, die Dichtungen überprüft und die Ganggenauigkeit geprüft. Eine Abweichung von mehr als 15 Sekunden am Tag gilt bei den meisten mechanischen Kalibern als ein Zeichen für Wartungsbedarf. Wer diesen Rhythmus einhält, beugt größeren Schäden am Uhrwerk vor und sichert sich zugleich die Voraussetzungen für einen späteren guten Preis.

Wann ist der Verkauf genau richtig?

Nicht jede Uhr muss auf ewig in unserem Besitz bleiben. Geerbte Stücke, die uns im Alltag aus stilistischen oder praktischen Gründen nicht mehr dienen, sind oft mit hohen emotionalen Werten belegt, aber geringem Nutzen. Das Gleiche gilt vielfach auch für Sammler, deren Uhrbestand sich über Jahre und Jahrzehnte aufgebaut hat und die viele Modelle gar nicht mehr tragen.

Bevor Sie eine Uhr verkaufen, lohnt sich eine Prüfung von Zustand, Vollständigkeit der Papiere und Originalteile. Diese Faktoren bestimmen darüber hinaus den erzielbaren Preis erheblich. Kratzer im Saphirglas, ein falsches Zifferblatt und fehlende Boxen drücken den Preis oft härter als erhofft. Eine Einschätzung durch einen Fachbetrieb schafft Klarheit, bevor es überhaupt zum Verkauf kommt.

Was dann zu erledigen ist

Hat man sich für den Verkauf entschieden, dann sucht man zunächst alles zusammen, was es an Unterlagen gibt: Garantiekarte, Kaufbeleg, Originalverpackung. Das alles steigert die Glaubwürdigkeit gegenüber Käufern oder Ankaufsstellen und wirkt sich direkt auf das Angebot aus. Danach wird das Gehäuse grob gereinigt, aber niemals das Werk, bevor es präsentiert wird. Eine unabhängige, kostenlose Bewertung am Ort gibt Aufschluss über den realistischen Marktwert und erlaubt einen Vergleich mehrerer Angebote. Dann wird am Ende entschieden, ganz ohne Zeitdruck, ob die Uhr Familienbesitz bleibt, weitergegeben oder verkauft wird, und wie viel sie tatsächlich wert ist.

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